FAZ plus ArtikelNord Stream 2

Platzt der deutsch-amerikanische Deal?

Von Majid Sattar, Washington
29.11.2021
, 21:00
Gegenwind: Der amerikanische Präsident Joe Biden am  28. November am Flughafen von Nantucket
Im Senat kämpfen einige Republikaner für neue Sanktionen gegen die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. Sie wollen Präsident Joe Biden die Möglichkeit nehmen, Ausnahmen zu erteilen. Doch Berlin versucht zu überzeugen.
ANZEIGE

Eigentlich glaubte die deutsche Regierung im Sommer, ihr Ziel erreicht zu haben. Vor dem Abtritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel sollte der Streit über die Inbetriebnahme der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 beigelegt sein. Kurz nach dem Besuch der Kanzlerin in Washington wurde eine Einigung mit der Biden-Administration vermeldet: Die Bundesregierung sagte zu, den Gastransit durch die Ukraine auch über das Jahr 2024 hinaus zu sichern. Deutschland versprach, gegebenenfalls Sanktionen zu verhängen, sollte Moskau sein Gas als Waffe einsetzen. Zudem kündigten Berlin und Washington in einer gemeinsamen Erklärung über die europäische Energiesicherheit an, Investitionen in einen grünen Fonds für die Ukraine zu unterstützen.

ANZEIGE

Die deutsch-amerikanische Erklärung war die Gegenleistung, welche Washington Berlin dafür abgerungen hatte, trotz fortbestehender Bedenken Joe Bidens gegen die Pipeline auf weitere Sanktionen zu verzichten – konkret: auf die Anwendung von Strafmaßnahmen gegen die Nord Stream 2 AG und deren deutschen Geschäftsführer, den Putin-Vertrauten Matthias Warnig.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Sattar, Majid (sat.)
Majid Sattar
Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.
Twitter
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
ANZEIGE