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Signal an Amerika

Nordkorea testet offenbar neue „Hightech Waffe“

16.11.2018
, 03:34
Nordkoreas Staatsmedien jubeln: Machthaber Kim habe eine neue „Hightech-Waffe“ erfolgreich testen lassen. Experten sehen in dem Test ein klares Signal an Washington.
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Nordkorea hat staatlichen Medien zufolge erfolgreich eine neue Hightech-Waffe getestet. Machthaber Kim Jong-un habe dem Test der nicht näher beschriebenen „taktischen Waffe“ persönlich beigewohnt, meldeten die Medien am Freitag. Es war das erste Mal seit Monaten, dass in Nordkorea über ein neu entwickeltes Waffenprogramm berichtet wurde.

Der bahnbrechende Test habe die rasant wachsenden Verteidigungsfähigkeiten seines Landes unter Beweis gestellt, wurde Kim von den Medien zitiert. Es war sein erster Besuch auf einem Testgelände seit dem Gipfeltreffen mit Amerikas Präsident Donald Trump im Juni. Sie hatten sich grundsätzlich darauf verständigt, Frieden und vollständige Denuklearisierung auf der koreanischen Halbinsel anzustreben.

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Nordkorea setzte seine Atomwaffen- und Raketentests im Zuge der Annäherung aus und strebt eine Lockerung der internationalen Sanktionen an. Jedoch stockten die Verhandlungen zuletzt, konkrete Zusagen blieben aus.

Eine Rückkehr zu Atom- oder Raketentests in Nordkorea wäre ein schwerer Rückschlag für die diplomatischen Bemühungen. Allerdings wies am Freitag zunächst nichts auf einen Test dieser Art hin. Die Verwendung des Wortes „taktisch“ bei der Beschreibung der neuen Waffe deutet vielmehr daraufhin hin, dass keine ballistische Langstreckenrakete und kein atomarer Sprengkörper verwendet wurden.

„Signal an Amerika“

Yang Moo Jin von der Universität für Nordkorea-Studien in Seoul sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Test sei ein „Signal an die Vereinigten Staaten“, dass Nordkorea in den Gesprächen langsam die „Geduld“ verliere. Pjöngjang fordert eine Lockerung der gegen das Land verhängten Sanktionen. Washington verlangt dagegen zuerst eine „endgültige, vollständig überprüfte“ Denuklearisierung.

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Nordkorea hatte in den vergangenen Jahren sein Atom- und Raketenprogramm massiv vorangetrieben und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen. Die UN, die Vereinigten Staaten, die EU und andere hatten mehrfach Sanktionen gegen Nordkorea verhängt, sogar das Verhältnis zum wichtigsten Verbündeten China kühlte sich deutlich ab. Im vergangenen Jahr nahm Nordkorea seinen sechsten und bislang stärksten Atomtest vor und testete zudem Raketen, die Amerikas Staatsgebiet treffen könnten.

Seit November gab es keine Tests mehr. Zu Jahresbeginn setzte schließlich diplomatisches Tauwetter zwischen Nord- und Südkorea ein. Dann kam es auch zur Annäherung zwischen Pjöngjang und Washington.

Amerikas Vize-Präsident Mike Pence erklärte am Donnerstag, dass Trump für 2019 ein weiteres Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber anstrebe.

Quelle: rad./Reuters/AFP
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