FAZ plus ArtikelStreben nach Unabhängigkeit

Boris Johnson auf Werbetour in Schottland

Von Jochen Buchsteiner, London
29.01.2021
, 07:16
In Schottland nutzt Johnson die britischen Impferfolge, um für die Einheit des Königreichs zu werben. Ministerpräsidentin Sturgeon plant dagegen ein zweites Unabhängigkeitsreferendum – kann sich ihrer Sache aber auch nicht sicher sein.

In Scheinheiligkeit stehen Boris Johnson und Nicola Sturgeon einander in nichts nach. Johnson, der Premierminister des Vereinigten Königreichs, ließ verbreiten, er wolle in Schottland dem medizinischen Personal für dessen Einsatz danken. Sturgeon, die Ministerpräsidentin in Edinburgh, begründete ihren Unmut damit, dass Johnsons Reise nicht „essentiell“ sei, also Corona-Auflagen missachte.

In Wahrheit kam Johnson, um für den Verbleib der Schotten im Königreich zu werben, und Sturgeon moserte, weil sie genau das Gegenteil will. In London ist man alarmiert über die Umfragen im Norden. Seit Juni präsentierten zwanzig Umfragen in Folge eine Mehrheit für die schottische Unabhängigkeit.

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Jochen Buchsteiner - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Jochen Buchsteiner
Politischer Korrespondent in London.
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