FAZ plus ArtikelRussischer Aufmarsch

Die Ukraine ist von drei Seiten umstellt

Von Thomas Gutschker, Brüssel
23.01.2022
, 21:14
Machtdemonstration: Ein Konvoi russischer gepanzerter Fahrzeuge fährt auf einer Autobahn auf der Krim. .
Westliche Dienste sehen mit Unruhe, wie Moskau immer mehr Truppen an die Grenze zur Ukraine verlegt – auch über Belarus und das Schwarze Meer. Mit ihren Waffen sind die Russen schon jetzt überlegen.
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Der amerikanische Außenminister Antony Blinken sagte, es sei „ein reales Risiko, und es ist ein hohes Risiko“, als er zuletzt gefragt wurde, wie wahrscheinlich ein russischer Angriff auf die Ukraine sei. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg äußerte sich ähnlich: Es gebe „ein echtes Risiko für einen bewaffneten Konflikt in Europa“. Am weitesten ging der amerikanische Präsident, als er die Vermutung äußerte, dass Putin in die Ukraine „reingehen wird“. Joe Biden sagte: „Er muss etwas tun.“

Zu diesen an sich schon alarmierenden Äußerungen kamen am Wochenende weitere beunruhigende Nachrichten hinzu. So soll die Evakuierung der amerikanischen Botschaft in Kiew vorbereitet werden; sie könnte nächste Woche beginnen. Das britische Außenministerium berichtete über russische Pläne eines Coups in Kiew, um dort einen von Moskau abhängigen Führer zu installieren. Derweil setzten sich die Truppenbewegungen Richtung Ukraine unvermindert fort. In Belarus treffen immer mehr Kampfeinheiten und schweres Gerät ein, die aus dem östlichen russischen Militärbezirk verlegt worden sind. Darunter sind Fähigkeiten, die für eine Invasion benötigt werden. Offiziell sollen die Truppen ein gemeinsames Manöver mit den belarussischen Streitkräften abhalten. Auf dem Seeweg sind sechs russische Kriegsschiffe für Landungsoperationen unterwegs; sie könnten in der neuen Woche ins Mittelmeer fahren und von dort weiter ins Schwarze Meer.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Gutschker, Thomas
Thomas Gutschker
Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.
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