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FAZ plus ArtikelRegierung in Moldau gestürzt

Ein einmaliges Erdbeben

Von Michael Martens
 - 18:58
In der krisengeschüttelten ehemaligen Sowjetrepublik hat die neue Regierung unter der prowestlichen Ministerpräsidentin Sandu ihre Arbeit aufgenommen.

Vlad Plahotniuc hat auf die falschen Karten gesetzt. Der über Jahre hinweg mächtigste Mann der Republik Moldau hatte geglaubt, er könne Russland und den Westen gegeneinander ausspielen – doch diese Taktik ging nicht auf. Ohne echten Rückhalt bei den Wählern im eigenen Land, gründete seine Macht über den weniger als dreieinhalb Millionen Einwohner zählenden Staat zwischen Rumänien und der Ukraine auf einer Mischung auf umfassender Bestechung und brutalen Drohungen.

Alle zum Machterhalt wichtigen staatlichen Institutionen, nicht zuletzt die Justiz samt Verfassungsgericht und das Parlament, aber auch die Massenmedien und Teile des Bankenwesens hatte der Oligarch gekauft, eingeschüchtert oder anderweitig gefügig gemacht. Die EU und die Vereinigten Staaten hatte er deshalb schon lange gegen sich, doch als ihm dann auch noch Moskau die kalte Schulter zeigte, kam seine Kleptokratie rasch an ihr Ende.

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Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Martens, Michael
Michael Martens
Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.
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