FAZ plus ArtikelRussischer Impfstoff

Mit Sputnik V nach Westen

Von Friedrich Schmidt, Moskau
26.03.2021
, 20:02
Deutsche Ministerpräsidenten werben für den schnellen Einsatz von Sputnik V im Kampf gegen Corona. Und Putin wiederholt die Mär von der schon im Januar bei der EU beantragten Zulassung für den russischen Impfstoff.

Mehrere deutsche Ministerpräsidenten schüren die Hoffnung, das russische Corona-Vakzin Sputnik V könne Deutschlands Impfsorgen lindern. Die Herkunft des Impfstoffs und politische Vorbehalte dürften keine Rolle spielen, fordern sie. Das nährt Zweifel am Prüfverfahren bei der Europäischen Arzneimittelbehörde Ema und folgt einem Moskauer Muster: Die Klage, die Impfstofffrage werde zu Lasten von Sputnik V und Russlands „politisiert“, variiert den stets gegen westliche Gegner bemühten „Russophobie“-Vorwurf.

Mit Blick auf das Prüfverfahren vor der Ema läuft die Forderung, Sputnik V rasch zuzulassen, aber nicht auf eine Gleichberechtigung hinaus, sondern auf einen Vertrauensbonus für den russischen Impfstoff gegenüber westlichen Vakzinen, die dasselbe Verfahren durchlaufen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt/ Schmidt, Friedrich
Friedrich Schmidt
Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.
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