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300.000 Soldaten

Russland kündigt größtes Manöver seit Jahrzehnten an

 - 15:24
Kampfflugzeuge während dem umstrittenen russisch-weißrussischen Manöver «Sapad» 2017 in Weißrussland Bild: dpa

Die russische Regierung hat die größte Militärübung seit Jahrzehnten angekündigt. Mehrere russische Nachrichtenagenturen zitierten am Dienstag Verteidigungsminister Sergej Schoigu mit den Worten, das Manöver „Wostok-2018“ werde im September in den zentralen und östlichen Militärbezirken stattfinden. An ihm sollten fast 300.000 Soldaten, zwei Flottenverbände und 1000 Flugzeuge und Hubschrauber teilnehmen. Die Zahl der Teilnehmer liegt damit deutlich höher als die Gesamtstärke der Bundeswehr mit fast 180.000 Soldaten. Das Manöver werde „so etwas wie eine Wiederholung von Sapad-81 sein, aber in mancherlei Hinsicht sogar noch größer“, sagte Schoigu laut Berichten russischer Nachrichtenagenturen in Anspielung auf eine Militärübung im Jahr 1981 in Osteuropa.

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Russlands Militärausgaben gehen zurück

Im vergangenen Jahr hatte Russland gemeinsam mit Weißrussland das Manöver „Sapad-2017“ abgehalten. Nach Regierungsangaben waren daran etwa 12.700 Soldaten beteiligt. Nato-Vertreter gingen jedoch davon aus, dass die Zahlen deutlich höher lagen als von Moskau angegeben. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte angesichts der Übung von einer „Machtdemonstration“ Moskaus gesprochen, Frankreich von einem „Einschüchterungsversuch“.

Präsident Putin wirft der Nato vor, mit ihren Einrichtungen immer näher an die russische Grenze heranzurücken. Russland sei daher gezwungen, seine militärische Infrastruktur zu stärken.

Russland hat bei der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 und im Syrien-Krieg sein Militär eingesetzt. Einer Anfang Mai veröffentlichten Studie zufolge sind die Militärausgaben des Landes allerdings im vergangenen Jahr erstmals 1998 zurückgegangen. Einige Regierungsvertreter haben sich dafür ausgesprochen, weniger Geld in die Armee zu stecken und stattdessen die Sozialausgaben zu erhöhen.

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Quelle: Reuters/ AFP
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