FAZ plus ArtikelSanktionen gegen Russland?

Erdgas-Alarm wegen Putins Aufmarsch

Von Ralph Bollmann, Hendrik Kafsack, Konrad Schuller und Marcus Theurer
23.01.2022
, 10:00
Ventil eines Großkonflikts: Stück einer russischen Gaspipeline bei Boyarka bei Kiew
Im Konflikt mit Russland um die Ukraine rechnen deutsche Politiker mit Lieferausfällen bei russischem Gas. Fachleute sagen: Europa kann sich Ersatz schaffen. Es könnte allerdings teuer werden.
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Militärfachleute wissen, dass der Winter für Russland eine gute Zeit ist, Krieg zu führen. Die Böden sind gefroren, die Panzer fahren gut, und so blicken westliche Politiker voll Sorge auf die Truppen, die Präsident Wladimir Putin rings um die Ukraine versammelt. Der Winter wäre aus Moskauer Sicht aber auch für einen Wirtschaftskrieg geeignet. Bei Kälte ist Europa noch mehr als sonst auf russisches Gas angewiesen. Im Jahr 2020 kamen nach EU-Angaben 41 Prozent des Verbrauchs durch russische Pipelines. In Deutschland wird jede zweite Wohnung mit Gas geheizt.

In dieser Lage fürchten manche, dass im Konfliktfall die Versorgung aus dem Osten ausfallen könnte – etwa wegen westlicher Sanktionen gegen Russlands Gasindustrie oder wegen russischer Gegensanktionen. Es gibt zwar auch Stimmen, die das für übertrieben halten. Aber der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, der Sozialdemokrat Michael Roth, sagt, falls Russland die Ukraine angreife und der Westen Sanktionen verhänge, könnten die Gaslieferungen „in Gefahr geraten“.

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Ralph Bollmann
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