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Vorwürfe sexuellen Übergriffs

Scharfe Kritik an Neuseelands Regierungspartei

Aktualisiert am 11.09.2019
 - 09:31
Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern im Juli in Australien
Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern gestand ein, dass ihre Partei Fehler beim Umgang mit Vorwürfen eines sexuellen Übergriffs gemacht habe. Der Parteivorsitzende musste deshalb nun seinen Posten räumen.

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern steht wegen des Umgangs ihrer Labour-Partei mit einem mutmaßlichen sexuellen Übergriff in der Kritik. Parteipräsident Nigel Haworth trat am Mittwoch zurück, nachdem ihm vorgeworfen worden war, den Anschuldigungen nicht angemessen nachgegangen zu sein. Es ist der schwerste Skandal, mit dem sich die Premierministerin seit ihrem Amtsantritt Ende 2017 auseinandersetzen muss.

Eine freiwillige Helferin der Partei hatte einen ranghohen Parteimitarbeiter eines sexuellen Übergriffs im Februar vergangenen Jahres beschuldigt. Im Oktober informierte die 19 Jahre alte Frau nach eigenen Angaben Haworth über den Vorfall. Nach einer parteiinternen Untersuchung wurden jedoch keine Maßnahmen gegen den Mann ergriffen.

Haworth, der als treibende Kraft hinter Arderns Wahlsieg 2017 gilt, erklärte am Dienstag, die 19 Jahre alte Frau habe ihn nicht über die Schwere der Anschuldigungen informiert. Die Frau bestritt das und ließ Medien E-Mails und Dokumente zukommen, die ihre Version der Ereignisse belegen sollen. Auch andere Freiwillige erklärten, die Beschwerde der Frau sei von der Partei nicht ernst genommen worden.

Premierministerin Ardern gab am Mittwoch nun Fehler ihrer Partei zu und bat um Entschuldigung für die Art, wie die Angelegenheit behandelt wurde. Ardern erklärte, sie sei nicht darüber informiert worden, dass es sich bei der Beschwerde um einen sexuellen Übergriff gehandelt habe. Eine unabhängige Rechtsanwältin wurde beauftragt, den Fall zu prüfen und Ardern direkt Bericht zu erstatten.

Quelle: AFP
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