FAZ plus ArtikelVotum zu Widerspruchslösung

Wie die Schweiz die Zahl der Organspender steigern will

Von Johannes Ritter, Zürich
13.05.2022
, 15:12
Das Personal eines Genfer Krankenhauses führt eine Transplantation durch, nachdem es einem lebenden Spender eine Niere entnommen hat (aufgenommen am 5. April).
Was in Deutschland scheiterte, könnte in der Schweiz Wirklichkeit werden: Wer nicht ausdrücklich widerspricht, wird potentiell zum Organspender.
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Was in Deutschland im Bundestag scheiterte, könnte in der Schweiz bald Wirklichkeit werden: Die Bevölkerung stimmt an diesem Sonntag über die Widerspruchslösung zur Organspende ab. Demnach soll künftig jeder Bürger nach seinem Tod als potenzieller Organspender zu Verfügung stehen, sofern er sich zu Lebzeiten nicht explizit gegen eine Organentnahme ausgesprochen hat. Nach dem aktuellen Transplantationsgesetz gilt in der Schweiz noch wie in Deutschland die Zustimmungslösung: Wer bereit ist, sich nach seinem Hirntod Organe wie Herz, Lunge, Nieren und Bauchspeicheldrüse entnehmen zu lassen, muss einen entsprechenden Spenderausweis ausfüllen.

Der Systemwechsel hat gute Aussichten auf Erfolg. Umfragen zufolge wollen mehr als 60 Prozent der Schweizer der Gesetzesänderung zustimmen, die schon von einer großen Mehrheit im Parlament gutheißen worden war. Von den größeren Parteien spricht sich nur die nationalkonservative Schweizerische Volkspartei (SVP) gegen die Novelle aus.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Ritter, Johannes
Johannes Ritter
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