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Bei neuem Anschlag

Soldaten in Iran getötet

 - 17:16

Bei einem Bombenanschlag in der Hafenstadt Chahbahar im Südosten Irans hat ein Attentäter mindestens zwei Soldaten mit in den Tod gerissen und zwei weitere Militärangehörige lebensgefährlich verletzt. Sie sollen nach unbestätigten Medienberichten in der Zwischenzeit gestorben sein. Über 40 weitere Menschen seien verletzt worden, meldete der staatliche Fernsehsender Irib unter Berufung auf die iranischen Behörden weiter. Der Anschlag habe sich am Donnerstagmorgen in der Provinz Sistan-Balutschistan ereignet. Die Behörden in Chahbahar sprachen dem Bericht zufolge von einem terroristischen Selbstmordanschlag.

Aus Chahbahar gibt es zwei unterschiedliche Darstellungen des Geschehens. Einige Behörden sprechen von einer Autobombe an einer Polizeiwache. Andere erklären, der Attentäter habe mit einem Lieferwagen die Polizeiwache durchbrechen wollen. Bei einem Schusswechsel seien er und die zwei Soldaten getötet worden. Alle Straßen rund um die Polizeiwache seien abgeriegelt worden. Vor Ort seien Polizei und Revolutionsgarden. Der Vorfall werde untersucht.

Die südwestliche Grenzprovinz Sistan-Balutschistan war in der Vergangenheit mehrfach Ziel von Anschlägen. Hinter diesen steckten meist von Pakistan aus agierende Separatisten und Dschihadisten. In der Provinz leben auch viele Sunniten, unter ihnen auch Separatisten, die sich von der schiitischen Mehrheit diskriminiert fühlen. Nach Angaben aus Teheran hat sich jedoch noch keine Gruppe zu dem Anschlag bekannt.

Im September gab es bereits einen Anschlag auf eine Militärparade in Ahwas im Südwesten Irans. Dabei wurden mindestens 25 Menschen getötet, hauptsächlich Soldaten der iranischen Revolutionsgarden. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt. Der iranische Geheimdienst nahm im Zusammenhang mit dem Anschlag 22 Mitglieder der Separatistengruppe Al-Ahwasieh fest, die mit der sunnitischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Verbindung gebracht wird.

Quelle: dpa
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