FAZ plus ArtikelSchnellzug in der Extremadura

Der „Zug der Schande“ für die „Spanier zweiter Klasse“

Von Hans-Christian ­Rößler
09.08.2022
, 13:43
Anders als in der Extremadura fährt der AVE hier mit Hochgeschwindigkeit: Ein Zug auf der Strecke Madrid-Levante bei Alicante.
Spaniens Peripherie fühlt sich abgehängt: Die Premiere der neuen Schnellbahn in der Extremadura wurde zur peinlichen Panne – und die Fahrt von Madrid nach Lissabon ist immer noch eine kleine Weltreise.
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Erfahrene Fahrgäste haben sicherheitshalber einen Fächer dabei. Wer mit der Bahn von Madrid in die Extremadura fährt, muss mit allem rechnen. „Anfang Juli fiel vor Oropesa die Klimaanlage bei über 40 Grad aus. Kein Schaffner war an Bord. Die Leute gerieten in Panik, zogen die Notbremse und alarmierten die Polizei“, sagt eine Frau, die sich Luft zufächelt, als die Kühlung wieder einmal schwächer wird. Passagiere mussten in der Vergangenheit schon brennende Lokomotiven löschen. Andere Züge blieben auf offener Strecke liegen, weil der Diesel ausging.

„Zug der Schande“ nennen viele Einwohner der spanischen Region an der portugiesischen Grenze das Angebot der staatlichen Bahngesellschaft Renfe. Sie fühlen sich abgehängt, im Nah- wie im Fernverkehr. In diesem Sommer sollte wenigstens der Anschluss an die Eisenbahn-Moderne gelingen. „Der AVE kommt in die Extremadura“, verkündete stolz die Regierung.

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