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FAZ plus ArtikelSyrer in der Türkei

Hundert Meter vor der Grenze

Von Rainer Hermann
Aktualisiert am 19.10.2019
 - 20:59
Kinder stehen vor einem Erdogan-Plakat in der Grenzstadt Akcakale.zur Bildergalerie
Millionen syrische Flüchtlinge leben in der Türkei. Wenn Erdogans Krieg vorbei ist, sollen sie in ihre Heimat zurück. Aber wollen sie das auch?

Ammar ist ein syrischer Flüchtling ganz nach der Vorstellung Erdogans. Er kam sofort an die Grenze nach Akcakale, als die türkische Armee vergangene Woche in den Norden Syriens einmarschierte. Denn er will einer der ersten Zivilisten sein, die in ihre Heimat zurückkehren. „Das ist kein Krieg, das ist eine Befreiung“, ruft er aus. Für ihn ist die „Operation Friedensquelle“ kein zynischer Name für eine Invasion, sondern ein Versprechen. Das Versprechen, endlich wieder in Sicherheit in seiner Heimat leben zu können.

„Sieh, da drüben“, sagt Ammar aufgeregt und deutet über die Grenze, nach Syrien, „das neben dem Wasserturm ist mein Haus.“ Keine hundert Meter ist es entfernt, doch für Ammar noch unerreichbar. Vor fünf Jahren hat er seine Heimat verlassen. Seitdem lebt er in der Türkei. Als Elektriker wurde er auch in Istanbul gebraucht, und so konnte er dort mit seiner Familie gut leben.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Hermann, Rainer
Rainer Hermann
Redakteur in der Politik.
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