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Nach einem Tippfehler

Trumps Cyber-Sicherheitsberater sorgt für Spott auf Twitter

 - 14:54

Jeder vergisst mal ein Leerzeichen – das ist noch lange kein Grund, sich über jemanden lustig zu machen. Doch Gegner des amerikanischen Präsidenten Donald Trump nutzen eben diesen Tippfehler von Trumps Rechts- und informeller Cybersicherheitsberater Rudy Giuliani für einen kleinen Streich. Denn der 74 Jahre alte Giuliani vergaß das Leerzeichen in einem Tweet vom vergangenen Freitag zwischen den Worten „G-20“ und „In“. Da „.in“ die Toplevel-Domain für Indien ist, hielt Twitter „G-20.In“ für einen Link auf eine indische Webseite.

Erstmal halb so wild, die Domain war nämlich nicht vergeben – bis ein Webdesigner aus Atlanta darauf stieß und sich für die Domain registrierte. Auf seine neu erworbene Seite schrieb er „Donald J. Trump ist eine Gefahr für unser Land“ und verwies auf eine Link-Sammlung zu der Berichterstattung über Sonderermittler Robert Mueller, der potentielle Verwicklungen Trumps mit Russland aufklären soll. Er habe dies als Möglichkeit gesehen, „etwas lustiges zu machen“, erklärte der Webdesigner dem Sender NBC News später.

Sein kleiner Gag ging viral und freilich ist es für den Rechtsberater Trumps nicht ganz günstig, wenn er in einem Tweet auf eine Seite verlinkt, die sich über seinen Präsidenten lustig macht. Doch statt einfach darüber zu stehen, blamierte sich Giuliani am Mittwoch mit seiner verschwörungstheoretisch anmutenden Reaktion. Die zeigte nämlich, dass ausgerechnet der Cyber-Sicherheitsberater wohl wenig Ahnung vom Internet hat. „Twitter erlaubte es jemandem, mit einer widerlichen, gegen den Präsidenten gerichteten Botschaft in meinen Tweet einzudringen“, schrieb er und forderte in Versalien um Fairness.

Als vermeintlichen Beweis für einen Hack führte er an, dass er in dem selben Tweet ein weiteres Leerzeichen vergessen hatte: Nämlich zwischen den Worten „Helsinki“ und „either“. Diese Kombination habe aber nicht zu einem Link geführt, so Giuliani. Das stimmt zwar – hat aber nichts mit einem Hacker-Angriff oder ähnlichem zu tun, sondern ist schlicht nicht möglich. Denn bei „.either“ handelt es sich nicht um eine Toplevel-Domain, entsprechende Links lassen sich also selbst über den Browser nicht öffnen. Doch Giuliani hält es mit solchen „Fakten“ ähnlich wie sein Chef – er ignoriert sie.

Quelle: jant.
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