FAZ plus ArtikelDie Türkei im Wandel

Schwarze Türken, weiße Türken

Von Rainer Hermann
Aktualisiert am 09.07.2019
 - 11:08
09.07.2018: Recep Tayyip Erdogan stellt wenige Stunden nach seiner Vereidigung als Staatspräsident sein neues Kabinett vor.
Vor einem Jahr wurde Erdogan als erster Präsident gemäß dem neuen, von ihm geschaffenen Präsidialsystem vereidigt – der Höhepunkt seiner Macht. Doch die Türkei wird immer städtischer. Und Erdogan laufen die Wähler weg.

Die türkischen Lokalwahlen haben mit der krachenden Niederlage der regierenden AKP in Istanbul spektakulär geendet. Mit dem Verlust von Istanbul und weiterer Großstädte läuten sie das Ende einer Ära ein. 2014 hatte die AKP auf dem Zenit ihrer Macht neun der zehn größten Städte der Türkei gewonnen. Nun regiert sie nur noch in vier der zehn „Metropolregionen“.

Die Partei von Staatspräsident Tayyip Erdogan gewinnt zwar weiterhin Mehrheiten in den konservativen Landstrichen Anatoliens. Die sind aber zunehmend entvölkert, und sie entscheiden nicht mehr über die Geschicke des Landes. Die AKP ist jedoch immer weniger eine Partei der Städter. In Istanbul liegt sie selbst in traditionellen Hochburgen wie den konservativen Stadtteilen Fatih, Eyüp und Üsküdar hinter der CHP, der Partei des neuen Istanbuler Oberbürgermeisters Ekrem Imamoglu.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Hermann, Rainer
Rainer Hermann
Redakteur in der Politik.
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