FAZ plus ArtikelUrlaub in Europa

Keine Visa mehr für russische Touristen?

Von Hendrik Kafsack, Eckart Lohse und Matthias Wyssuwa
11.08.2022
, 06:37
Russische Touristen bei der Passkontrolle am Grenzübergang Nuijamaa in Lappeenranta
Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine hat die EU in ihren Sanktionspaketen Oligarchen mit Reiseverboten belegt. Russische Touristen können aber weiter Visa beantragen. Das sorgt für Unmut.
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An die finnische Grenze zu Russland ist das Leben wieder zurückgekehrt. 1300 Kilometer ist die Grenze lang und ganz im Südosten Finnlands liegt die kleine Stadt Lappeenranta, ein Paradies für Freunde von Wald und Wasser – und für russische Touristen auf Einkaufstour. Über Jahre hatten viele Geschäfte in der Stadt gut von und mit den russischen Besuchern gelebt, bis schließlich wegen der Corona-Krise der Grenzverkehr für Touristen aus Russland einbrach. Doch seit die Länder im Juli die Corona-Beschränkungen aufgehoben haben, kommen sie wieder über die nur wenige Autominuten entfernten Grenzübergänge, und kaufen ein. Trotz des Kriegs in der Ukraine.

Die Grenzübertritte hätten zugenommen, aber die Zahl der Touristen sei doch weit entfernt von der Vor-Corona-Zeit, sagt Bürgermeister Kimmo Jarva. Einst waren es bis zu 30.000 Russen am Tag, die über die Grenzstationen im Südosten nach Finnland kamen. Derzeit sind es wenige Tausend, der finnische Grenzschutz schreibt auf F.A.Z.-Anfrage, dass es in der vergangenen Woche in der Region knapp 26.000 waren. Sie würden vor allem Lebensmittel einkaufen, die in Russland mit Sanktionen belegt seien.

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