FAZ plus ArtikelNATO-Norderweiterung

Was sich Ankara von seiner Veto-Drohung erhofft

Von Thomas Gutschker, Berlin
15.05.2022
, 20:40
Ankaras Chance: US-Außenminister Blinken umarmt seinen türkischen Kollegen Cavusoglu zur Begrüßung.
Die Türkei könnte einen NATO-Beitritt Finnlands und Schwedens stoppen. Doch Ankara geht es um etwas anderes: die Aufhebung von Rüstungsbeschränkungen.
ANZEIGE

Wie ernst die Lage ist, konnte man am Sonntagmorgen am Werderschen Markt sehen. Vor dem Auswärtigen Amt standen die NATO-Außenminister Schlange, um noch schnell eine öffentliche Botschaft loszuwerden, bevor sie hinter verschlossenen Türen über den Krieg gegen die Ukraine und ihr neues strategisches Konzept berieten. Es ging um das andere große Thema, das sich plötzlich und jäh wie ein dunkler Schatten über das Treffen gelegt hatte: die türkische Drohung mit einem Veto gegen den Beitritt Finnlands und Schwedens zur Allianz.

Überraschungen seien in der Diplomatie keine gute Sache, rügte der rumänische Außenminister Bogdan Aurescu und beteuerte, dass beide Länder das Bündnis stärken würden. So kam es unisono aus dem Munde der Minister. „In diesem Moment stehen unsere Türen offen“, sagte Annalena Baerbock, die Gastgeberin. Es dürfe keine „Hängepartie“ geben, keine „Grauzone“, die Russland ausnutzen könnte.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Gutschker, Thomas
Thomas Gutschker
Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.
  Zur Startseite
Lesermeinungen
Alle Leser-Kommentare
Verlagsangebot
Verlagsangebot
Immobilienbewertung
Verkaufen Sie zum Höchstpreis
Sprachkurs
Lernen Sie Englisch
Kapitalanlage
Pflegeimmobilien als Kapitalanlage
Automarkt
Top-Gebrauchtwagen mit Garantie
ANZEIGE