UN schlägt Alarm

Mehr als 45 Millionen Menschen am Rand des Hungertodes

08.11.2021
, 05:15
Ein Syrer und seine Kinder stehen vergangenen März in einem Lager in Idlib, in dem sie wohnen.
Noch mehr Menschen als zu Beginn des Jahres müssen hungern – und „blicken in den Abgrund“, warnt das Welternährungsprogramm der UN. In einem schwer gebeutelten arabischen Land sind es besonders viele.
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Die Zahl der weltweit vom Hunger bedrohten Menschen hat sich nach Angaben der UN in diesem Jahr deutlich erhöht. Wurden zu Beginn des Jahres 42 Millionen Menschen gezählt, die vom Hunger bedroht waren, so sind es nunmehr 45 Millionen, wie das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) am Montag in Rom mitteilte.

Die zusätzlichen vom Hunger bedrohten Menschen wurden vor allem in Afghanistan registriert, wie das WFP weiter mitteilte. „Zig Millionen Menschen blicken in den Abgrund. Konflikte, Klimawandel und Covid-19 lassen die Zahl der Hungerleidenden in die Höhe schnellen“, erklärte WFP-Exekutivdirektor David Beasley. „Die jüngsten Erhebungen zeigen, dass sich mehr als 45 Millionen Menschen an den Rand des Hungertodes bewegen.“

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In Krisenstaaten wie Syrien, dem Jemen und Afghanistan stiegen die Preise für Treibstoff, für Lebensmittel und für Dünger, was die Lage immer weiter verschärfe. Allein in Syrien seien 12,4 Millionen Menschen und damit fast 60 Prozent der Bevölkerung in der Situation, nicht zu wissen, woher sie ihre nächste Mahlzeit bekommen sollen.

Lage in Syrien besonders schlimm

Bereits im Juni hatte die Welthungerhilfe gewarnt, die Zahl der Notleidenden in Syrien, die auf humanitäre Hilfe angewiesen seien, werde sich dramatisch erhöhen. Die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO sagte in dieser Saison eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringere Ernte von Weizen voraus, dem wichtigsten Grundnahrungsmittel.

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In dem Land herrscht seit zehn Jahren Bürgerkrieg. Hunderttausende Menschen kamen ums Leben, rund zwölf Millionen wurden vertrieben, etwa die Hälfte davon innerhalb des Landes. Syrien leidet zudem seit 2019 unter einer schweren Wirtschaftskrise. Viele Menschen können sich Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten hat. Immer wieder gibt es Berichte über lange Schlangen an Tankstellen und Bäckereien mit subventioniertem Brot. Die Zahl an hungernden und akut unterernährten Kindern steigt.

Quelle: bard./AFP
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