FAZ plus ArtikelRepublikanische Kritikerin

Liz Cheney soll dem Trump-Kult weichen

Von Frauke Steffens, New York
09.05.2021
, 09:46
Eine der wenigen republikanischen Trump-Kritikerinnen soll ihren Posten an der Fraktionsspitze räumen. Der Fall Liz Cheney zeigt, wie fest der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten die Partei weiter im Griff hat.

Sie will nicht schweigen, nun wollen Donald Trumps Getreue sie dafür bestrafen: Liz Cheney wird in der kommenden Woche wohl ihren Posten als Nummer Drei in der Fraktionshierarchie der Republikaner verlieren. Die Abgeordnete aus Wyoming ist derzeit die wichtigste innerparteiliche Gegnerin des früheren Präsidenten. Die Trump-Loyalisten im Repräsentantenhaus wollen mit ihrer Abwahl vor allem zeigen, wie groß seine Macht nach wie vor ist.

Die rechtskonservative Politikerin hatte Trumps Rolle schon vor der Attacke auf das Kapitol am 6. Januar kritisiert. Sie war zudem eine von zehn Republikanern, die für die Verurteilung des Präsidenten im zweiten Impeachment-Verfahren stimmten. Cheney warf Trump vor, die rechten Angreifer aufgewiegelt zu haben. Dafür wurde sie von ihrer Partei in ihrem Bundesstaat gerügt und steht seitdem im politischen Abseits.

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