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Wahlen in Frankreich

Ex-Regierungschef Valls will für Macron stimmen

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Ursprünglich wollte Manuel Valls (links) selbst bei der Präsidentschaftswahl antreten – er verlor die Vorwahl und unterstützt jetzt Emmanuel Macron.zur Bildergalerie

Der frühere französische Regierungschef Manuel Valls will bei der Präsidentschaftswahl für den unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron stimmen. „Er ist derjenige, der die FN (Front National) vermeiden kann“, sagte der Sozialist am Mittwoch den Sendern RMC/BFMTV mit Blick auf die Partei der Rechtspopulistin Marine Le Pen. Macron könne eine Neuordnung des politischen Lebens in Frankreich ermöglichen, sagte Valls.

Die Entscheidung des früheren Premiers für seinen einstigen Wirtschaftsminister ist ein harter Rückschlag für den sozialistischen Kandidaten Benoît Hamon, dem Valls bei der Präsidentschaftsvorwahl seiner Partei im Januar unterlegen war. Valls hatte sich eigentlich im Vorfeld der Vorwahl verpflichtet, im Falle einer Niederlage den Sieger zu unterstützen. Schon Mitte März machte der Vertreter des rechten Parteiflügels aber deutlich, dass er den Parteilinken nicht unterstützen will. Nun lief er offiziell zu Macron über und besiegelt damit die Spaltung seiner Partei.

Die Konkurrenz scheint gegen Macron chancenlos zu sein

Auch der frühere Wahlfavorit Fillon ist wegen des Scheinbeschäftigungsskandals in den Umfragen abgerutscht und hat Verbündete an das Macron-Lager verloren. Die Justiz hat inzwischen auch ein Ermittlungsverfahren gegen seine Ehefrau Penelope eingeleitet. Sie wird unter anderem der Beihilfe zur Hinterziehung von Staatsgeldern verdächtigt.

Frankreich
Auch gegen Fillons Ehefrau Ermittlungsverfahren eingeleitet
© reuters, reuters

Der sozialliberale Reformpolitiker Macron, der zwischen 2014 und 2016 unter dem damaligen Premier Valls Wirtschaftsminister war, gilt inzwischen als Favorit für die Präsidentschaftswahl. Hamon dagegen ist so gut wie chancenlos. Umfragen sagen derzeit eine Stichwahl zwischen Macron und Le Pen voraus, die der Politik-Jungstar dann klar gewinnen dürfte.

Quelle: flfe/dpa/AFP
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