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FAZ plus ArtikelAmerikanische Vorwahlen

Ist Bloomberg die letzte Hoffnung der moderaten Demokraten?

Von Majid Sattar, Richmond/Washington
Aktualisiert am 18.02.2020
 - 10:05
Bloomberg bei einer Wahlkampfveranstaltung in Chattanooga, Tennessee
Michael Bloomberg steigt erst zum „Super Tuesday“ Anfang März ins Rennen um die Präsidentschaftskandidatur ein. Wird der Milliardär zur pragmatischen Lösung der Demokraten oder ist es ein fragwürdiger Zug?

Michael Bloomberg macht keine halben Sachen. Vor den Wänden der großen Brauereihalle in Richmond sind Bierfässer aufeinandergestapelt, die mit den Bannern der „Mike 2020“-Kampagne beklebt wurden. An einem Stand werden T-Shirts und Tassen im „Mike“-Design vergeben, an der Theke gibt es Freibier. Vorwahlen in Amerika leben eigentlich von Improvisation: kleine Kundgebungen in alten Sporthallen, in der verstaubte Wimpel an den vergilbten Wänden hängen, die an die letzten Erfolge der örtlichen High-School-Basketball-Mannschaft erinnern. Ein paar zusammengenagelte Bretter dienen als Bühne und die Akustik ist häufig miserabel. Dafür bietet das Ereignis Nähe zum Kandidaten: Hier wird ein Foto gemacht, dort ein Autogramm gegeben. So jedenfalls sieht es bei den anderen Bewerbern der Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur in Amerika aus. Bei Bloomberg ist es umgekehrt: Seine Wahlkampfkundgebung in der Hauptstadt Virginias ist ein durchgestyltes Event. Dafür will es mit der Nähe nicht so recht klappen.

62 Städte im ganzen Land habe er seit November besucht, sagt Bloomberg am Samstag in der Brauerei. Im Herbst hatte er nachträglich seine Kandidatur bekannt gegeben. In keinem Bundesstaat sei er seither so häufig gewesen wie in Virginia. Bloomberg hat viel in den Bundesstaat investiert: Er sei sehr froh gewesen, den hiesigen Demokraten dabei geholfen zu haben, im vergangenen Herbst zum ersten Mal seit 26 Jahren die Mehrheit in beiden Parlamentskammern zu erringen, ruft er den Leuten zu. In umkämpften Wahlkreisen hatte er demokratische Kandidaten mit Spenden unterstützt. Viele von ihnen sitzen nun im Kapitol des Bundesstaates. Auf deren Unterstützung kann er bauen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Sattar, Majid (sat.)
Majid Sattar
Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.
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