<iframe title="GTM" src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
FAZ plus ArtikelMissbrauch in der Kirche

Selbstkontrolle im Weinberg des Herrn

Von Matthias Rüb
 - 06:58
Vergangene Zeiten: Bei der Audienz von Kardinal Di Nardo (zweiter v. l.) beim Papst schien die Welt noch in Ordnung.

Am 13. November trat James Grein erstmals an die Öffentlichkeit, mit vollem Namen und unverhülltem Gesicht. Am Rande der zweitägigen Herbstvollversammlung der katholischen Bischöfe der Vereinigten Staaten in Baltimore hielt Grein eine Rede, stockend und immer wieder mit den Tränen kämpfend. Veranstalter der Demonstration, auf der Grein sprach, war die Koalition „Silence Stops Now“ (Die Stille endet jetzt), ein Zusammenschluss von Laienorganisationen, die den Umgang der amerikanischen Bischöfe mit dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche kritisieren.

Grein hatte sich im Juli der „New York Times“ gegenüber offenbart, seinerzeit aber nur unter Nennung seines Vornamens James. Grein, Spross einer katholischen Arbeiterfamilie mit sieben Kindern aus dem Bundesstaat New Jersey, war nach eigenen Angaben elf Jahre alt, als er erstmals vom damals 39 Jahre alten Priester Theodore McCarrick missbraucht wurde. McCarrick, ein enger Freund der Familie Grein, war seinerzeit schon eine Art Jungstar in der katholischen Kirche: leutselig und einnehmend, „in touch“ mit seiner Herde.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

FAZ.NET komplett

: Neu

F.A.Z. Woche digital

F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Rüb, Matthias (rüb)
Matthias Rüb
Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenVatikanPapst FranziskusKircheBaltimoreKatholische KircheNew York TimesUSANew Jersey