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1969: Machtwechsel – ohne braunes Gespenst

Von Peter Sturm
13.09.2021
, 11:47
Auf dem Weg ins Kanzleramt: SPD-Spitzenkandidat Willy Brandt und seine Frau Rut geben am 28. September 1969 in Bonn ihre Stimmen zur Bundestagswahl ab.
19 Wahlen, 19 Geschichten. Heute: Zwanzig Jahre nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland kommt es zum Machtwechsel in Bonn. Erleichterung herrscht über das Abschneiden der NPD. Teil 6 unserer Wahlserie.
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Im Rückblick verbinden die meisten Menschen mit der Bundestagswahl vom 28.September 1969 vor allem eines: den historischen „Machtwechsel“. Nach zwanzig Jahren, in denen sie stets den Kanzler gestellt hatten, mussten CDU und CSU erstmals in die Opposition. Die SPD, die zuvor drei Jahre als Juniorpartner der Union erste Regierungserfahrung auf Bundesebene hatte sammeln können, führte nun die Bundesregierung. Willy Brandt wurde Bundeskanzler.

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Für die Zeitgenossen war dies natürlich auch das wichtigste Ergebnis dieser Wahl. Aber in der Zeit vor dem September 1969 nahm ein anderes Thema breiten Raum in der Berichterstattung und im Denken der politischen Entscheider ein: die Angst vor Extremisten jeglicher Couleur. Während Linksextremisten, darin gewissermaßen einer alten Tradition folgend, ihre Zersplitterung nicht überwinden konnten, hatte sich 1964 auf der Rechten in Gestalt der NPD eine Partei gegründet, die aus den unterschiedlichsten Quellen ihre Anhänger bezog und so etwas wie eine Sammelbewegung werden wollte.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Sturm, Peter
Peter Sturm
Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.
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