FAZ plus ArtikelCSU in Sorge

Kann das mit Laschet gut gehen?

Von Eckart Lohse und Markus Wehner, Berlin
30.07.2021
, 08:04
Armin Laschet am 20. Juli in Bad Münstereifel
Die Werte für die Union fallen, die Nervosität wächst. In CDU und CSU hält mancher Armin Laschet für zu passiv. Und Markus Söder feuert wieder. Denn es gibt ein Schreckensszenario.

Dieser Tage drängt sich bei einigen in der CSU ein Szenario auf nach dem Motto „Was hätte Söder gemacht?“ Die Fiktion geht etwa so: Markus Söder fackelt nicht lange. Schon am Tag nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe im Westen der Republik taucht der Kanzlerkandidat der Union am Ort des schrecklichen Unglücks auf, eingeflogen mit einem Hubschrauber, mit dem später mehrere Menschen geborgen werden.

Vor der Kulisse von Dutzenden Fahrzeugen des bayerischen Technischen Hilfswerks stellt sich Söder im Katastrophengebiet vor die Kameras. Er versichert uneingeschränkte Solidarität aus dem Süden der Republik und kündigt einen eigenen Nothilfefonds in Millionenhöhe für die Hochwasseropfer an, der aus dem Haushalt des Freistaats Bayern gespeist wird. In einer Kaskade von Pressekonferenzen kündigt er einen verstärkten Kampf für den Klimaschutz an, verspricht ein rasches Ende des Verbrennungsmotors und einen schnelleren Kohleausstieg. Natürlich ist es nicht so. Denn Söder ist ja bekanntlich nicht Kanzlerkandidat.

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