FAZ plus ArtikelLaschet und die Union

Machtprobe

Von Eckart Lohse und Markus Wehner, Berlin
28.09.2021
, 22:06
Hatte einmal mehr keinen leichten Tag: Armin Laschet
Ein turbulenter Tag für die Union: CSU-Chef Söder spricht Scholz die besten Chancen aufs Kanzleramt zu – und Laschet verhindert eine Kampfkandidatur in der Fraktion.

Es dauert nur wenige Sätze bis Markus Söder am Dienstagnachmittag in der Bayerischen Landesvertretung das macht, was eigentlich am Wahlabend oder spätestens am Montag fällig gewesen wäre. Er gratuliert dem SPD-Spitzenkandidaten Olaf Scholz zum Wahlsieg. Das gehöre sich so. Es ist zugleich eine Spitze gegen den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet, der das in dieser Deutlichkeit bisher versäumt hatte, auch wenn Söder später auf Nachfrage sagt, das sei keine Stichelei gewesen, sondern schlicht eine „Stilfrage“.

Ein Regierungsauftrag für die Union lasse sich aus deren Wahlergebnis nicht ableiten, sagt der CSU-Vorsitzende weiter. Und dass nun eine Ampel-Koalition gebildet werden solle, sei „naheliegend“. Als er zu Gerüchten gefragt wird, er wolle doch noch nach Berlin wechseln und Kanzler einer Jamaika-Koalition werden, sagt Söder: „Die besten Chancen, derzeit Kanzler zu werden, hat Olaf Scholz.“ Im Übrigen handele es sich bei den Berichten über seine angeblichen Ambitionen um eine Spekulation, die „keinen Nährboden hat“. Den Satz, dass sein Platz in Bayern sei, bemüht Söder allerdings nicht.

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