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Was Laschet falsch macht und was richtig

EIN KOMMENTAR Von Konrad Schuller
19.09.2021
, 15:37
Armin Laschet am Samstag in Warendorf
Der Kandidat der Union will auf einer Welle des Vertrauens ins Kanzleramt reiten. Das ist ein wenig, als würde die Bahn mit Pünktlichkeit werben. Oder Tinder mit ewiger Treue.
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Bei Wahlen geht es um Zahlen, also die wichtigsten gleich am Anfang: Armin Laschet hat am letzten Sonntag im zweiten Triell gegen Annalena Baerbock und Olaf Scholz für seine Schlussansprache siebzig Sekunden gebraucht. Darin hat er fünfmal das Wort „Vertrauen“ variiert. Nur zwei Wörter kamen öfter vor, nämlich „ich“ und „Sie“. „Um“ und „es“ sagte er schon seltener, nämlich je dreimal.

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Eine ganze Welle von Vertrauen also. Dass Laschet jetzt versucht, auf ihr ins Kanzleramt zu reiten, hat einerseits einen guten Grund. Er ist der einzige unter den drei Triellanten, bei dem Verlass darauf ist, dass er sich auf eine Koalition mit der Linken nicht einlassen wird. Die beiden anderen eiern da herum. Dass Laschet das bloßstellt, ist wichtig, denn der Schaufensterpazifismus der Linkspartei ist eine Gefahr für Europa.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Schuller, Konrad
Konrad Schuller
Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
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