FAZ plus ArtikelKlimapolitik im Kohlerevier

Kann China vom Ruhrgebiet lernen?

Von Friederike Böge, Taiyuan/Datong
12.11.2021
, 08:51
Jobmotor statt Klimaschutz: Kohlelaster in Datong, China
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Klimaschutz ist in der wichtigsten Kohleregion Chinas kein Thema – zu wichtig sind den Bewohnern ihre Jobs. Bringt ein deutsches Zauberwort die Wende?
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Zumindest auf dem Papier er­kennt China „den Ernst und die Dringlichkeit der Klima­krise“ an. So steht es in der ge­mein­samen Erklärung, die Peking und Wa­shington in Glasgow unterschrieben ha­ben. Darin wiederholt Peking die Zusage, von 2026 an den eigenen Kohlekonsum zu verringern. Nach Ansicht von Fachleuten ist das zu spät, um international das 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen. Das Land müsste dafür sofort umsteuern.

In Chinas wichtigster Kohleprovinz Shanxi ist von Dringlichkeit aber noch nichts zu spüren. „Die jährlichen Produktionsobergrenzen müssen beibehalten werden. Meiner Meinung nach dauerhaft“, sagt Li Jiangping, ein leitender An­gestellter der Shanxi Coking Coal Group, einer der führenden staatlichen Bergbaukonzerne des Landes. Schließlich seien noch neue Kraftwerke im Bau, die ebenfalls versorgt werden müssten. „Ich glaube nicht, dass wir in fünf Jahren reduzieren können. Sonst würden die Preise weiter steigen. Das wäre ein Problem“, sagt Li in der Provinzhauptstadt Taiyuan.

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Quelle: F.A.Z.
Friederike Böge
Friederike Böge
Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.
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