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Amerika-Kommentar

Auf Distanz

EIN KOMMENTAR Von Klaus-Dieter Frankenberger
 - 21:20

Die Spannungen im deutsch-amerikanischen Verhältnis schlagen sich in deprimierenden Umfragewerten nieder: Eine Mehrheit der Deutschen ist für eine stärkere Distanzierung von den Vereinigten Staaten, eine ganz große Mehrheit bewertet das Verhältnis in einer aktuellen Umfrage der Atlantik-Brücke als (sehr) negativ, eine ebenso große Mehrheit sieht in Trumps Amerika keinen verlässlichen Sicherheitspartner.

Ob etwas selbstgefällig oder nicht: Die Attacken des Präsidenten gegen Deutschland – mal sind es die Verteidigungsausgaben, mal die deutschen Autoexporte, mal ist es das russische Gas – wirken wie Entfremdungsbeschleuniger.

Wobei man sagen muss, dass es auch unter Trumps Vorgängern Phasen gab, in denen das Verhältnis großen Belastungen ausgesetzt war.

Es ist ein Alarmsignal, dass Trumps Politik auf größere Besorgnis stößt als die des russischen Präsidenten. Doch angesichts der großen Unruhe in der Welt und der Auflösungstendenzen globaler Ordnung muss sich Berlin weiterhin um ein enges, konstruktives Verhältnis zu Amerika bemühen, so schwer das auch ist. Unsere Sicherheit ist nach wie vor amerikanisch unterschrieben.

Quelle: F.A.Z.
Klaus-Dieter Frankenberger
verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.
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