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Die Kraft, die stets das Gute will

EIN KOMMENTAR Von Berthold Kohler
 - 08:49
Quo vadis? Menschen überqueren die Brücken über die Spree zwischen den Bundestagsgebäuden im Regierungsviertel.

Es gab eine Zeit, da sind die Deutschen auch mit Hut ganz klein gewesen. Da hatten sie gerade den totalen Krieg und den totalen Untergang erlebt, in die sie im Vollgefühl der großdeutschen Überlegenheit marschiert waren. Diese Erfahrung, die mit einiger Zeitverzögerung umso nachhaltigeres Selbstmisstrauen hervorrief, beeinflusst politisches Denken und Handeln bis heute.

An die Seite des Selbstzweifels trat in den sieben Jahrzehnten, die seit dem Zusammenbruch vergingen, aber auch neues, durchaus berechtigtes Selbstbewusstsein. Deutschland erarbeitete sich wieder einen Ruf als geachtetes Mitglied der Völkergemeinschaft. Es setzte sich in einzigartiger Weise mit seiner Vergangenheit auseinander und zog daraus Konsequenzen. Es wandte sich von der militärischen Gewalt als Mittel der Politik so entschieden ab, dass selbst ehemalige Gegner den Kopf schütteln. Es sucht die Kooperation und meidet die Konfrontation, wo es nur kann. Es hilft Staaten und Menschen und achtet dabei nicht immer nur auf den eigenen kurzfristigen Vorteil.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Kohler, Berthold
Berthold Kohler
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