FAZ plus ArtikelEnrico Letta im Interview

„Die EU aus der Schlinge des Vetorechts befreien“

Von Matthias Rüb, Rom
21.05.2022
, 21:55
Teilnehmer einer Demonstration zum Europa-Tag im Mai in Brüssel wedeln mit EU- und Ukraine-Flaggen.
Der Vorsitzende der italienischen Sozialdemokraten warnt im F.A.Z.-Interview davor, die EU-Beitrittskandidaten ohne Perspektive warten zu lassen. Er schlägt eine Europäische Konföderation als Zwischenstufe vor.
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Herr Abgeordneter Letta, der Krieg in der Ukraine hat Europa geeint. Welche Zukunft sehen Sie für eine abermals erweiterte EU?

Die EU muss an zwei Fronten handlungsfähig sein. Neben der Erweiterung braucht es eine stärkere Integration innerhalb der EU. Wir müssen den Fehler vermeiden, der in den neunziger Jahren begangen wurde. Damals war die institutionelle Architektur der EU nicht auf die Herausforderungen eines Erweiterungsprozesses vorbereitet, der die Zahl der Mitgliedstaaten verdoppeln sollte. Konkret: Die EU muss Ländern Perspektiven bieten, die heute hoffnungsvoll auf das europäische Modell blicken, ohne bei den Erfordernissen für eine Vollmitgliedschaft in der Union Abstriche zu machen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Rüb, Matthias (rüb)
Matthias Rüb
Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.
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