FAZ plus ArtikelDeutsch-russische Beziehungen

Der falsche Charme der Schaukelpolitik

Von Heinrich August Winkler
11.02.2022
, 15:55
Russlands Präsident Wladimir Putin
Von der ersten Teilung Polens 1772 bis zu Nord Stream 2: Die Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen ist ein schwieriges Erbe – heute vor allem für die Sozialdemokratie. Ein Gastbeitrag.
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Deutschland und Russland: Das scheint eine unendliche Geschichte zu sein. Hierzulande mag man es vergessen haben, in Polen aber wird gerade in diesem Jahr 2022 immer wieder daran erinnert werden: Vor 250 Jahren, im August 1772, begannen Preußen und Österreich zusammen mit dem russischen Zarenreich, Polen unter sich aufzuteilen. Der ersten polnischen Teilung folgten bis zum Ende des 18 Jahrhunderts zwei weitere. Es sollten nicht die letzten bleiben.

Ein anderes Schlüsselereignis der wechselhaften deutsch-russischen Geschichte jährt sich im April zum hundertsten Mal: Am 16. April 1922, dem Ostersonntag, unterzeichneten der deutsche Außenminister Walther Rathenau und sein sowjetrussischer Kollege Georgi Wassiljewitsch Tschitscherin am Rand einer Weltwirtschaftskonferenz in Genua den von Legenden umwobenen Vertrag von Rapallo: ein scheinbar harmloses Dokument, in dem zwei Verlierer des Weltkriegs die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen, Erleichterungen im Handel und den gegenseitigen Verzicht auf Kriegsentschädigungen vereinbarten.

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