FAZ plus ArtikelSexuelle Gewalt

Übergriffen und Gewalthandlungen schutzlos ausgesetzt

Von Helga Dill, Heiner Keupp
09.07.2021
, 21:58
Systematische Menschenrechtsverletzungen unter dem Dach der Fürsorge: Bilanz der Heimerziehung in der Bundesrepublik von 1949 bis 1975. Ein Gastbeitrag.
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Klaus Müller (Name geändert) war 12 Jahre alt, als die Eltern sich trennten. Der einflussreiche, gut situierte Vater schickte den Jungen in ein Landschulheim. Es war das Jahr 1954.

Die Kinder mussten Gewaltmärsche machen, Prügel und andere Strafen waren an der Tagesordnung. Vor der Schule mussten schwere Garten-, Feld- und Küchenarbeiten erledigt werden. Als Klaus wieder einmal mit einem harten Gegenstand verprügelt worden, lief er aus diesem Landschulheim weg. Seine Mutter nahm ihn auf. Klaus ging auf das Gymnasium. Aber dieses Familienleben dauerte nur ein Jahr. Der zweite Mann der Mutter starb. Klaus musste wieder zu seinem Vater ziehen. Der schickte den Sohn auf ein Internat, aus dem er wieder weglief.

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