FAZ plus ArtikelHelmut Kohls Karriere

Der alte Elefant

Von Günter Bannas
Aktualisiert am 19.08.2020
 - 13:22
Ende mit Schrecken: Der vormalige Bundeskanzler Kohl, der CDU-Vorsitzende Wolfgang Schäuble und CDU-Generalsekretärin Angela Merkel am 30. November 1999 in Berlin nach einer Pressekonferenz zur CDU-Spendenaffäre
Als Helmut Kohl abtrat, war die Zeit über ihn hinweggegangen. Doch als er 1976 das erste Mal als Kanzlerkandidat antrat, war das Scheitern nicht das Ende, sondern nur Anfang. Ein Leben als Lehrstück über Politik und Politiker.

Siehst du, Kurt, alles in Ordnung“, hat sich Jürgen Rüttgers, Teilnehmer der Koalitionsverhandlungen 1994, an eine Bemerkung Helmut Kohls erinnert. Kurt – gemeint war Kurt Biedenkopf, damals CDU-Ministerpräsident im neuen Bundesland Sachsen, „König Kurt“ wurde er genannt. Kohl war der „Kanzler der Einheit“.

Ziemlich knapp waren die Unionsparteien und die FDP bei der Wahl noch einmal bestätigt worden. Im Bundestag war der Vorsprung der schwarz-gelben Koalition vor der Opposition von zuvor hundertvierunddreißig Sitzen auf zehn Mandate geschmolzen. Schwierige Koalitionsverhandlungen gab es. In großer Runde der Verhandler wollte sich Biedenkopf zur Rentenpolitik äußern, weil er glaubte, die Rente sei keinesfalls so sicher, wie das Jahre zuvor Norbert Blüm wahlkampftauglich versichert hatte.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

: 65% günstiger

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+

Dem Essay liegt ein Beitrag zugrunde, der in dem von Norbert Lammert herausgegebenen Sammelband „Beiträge und Positionen zur Geschichte der CDU“, Siedler Verlag, München 2020, erschienen ist.

Quelle: F.A.Z.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot