FAZ plus ArtikelEnergiekrisen damals und heute

Pulli für Putin?

Von Frank Bösch
08.04.2022
, 13:06
Russlands Präsident Wladimir Putin
Der drohende Ausfall russischer Energieträger verunsichert die Gesellschaft. Schon in den 1970er Jahren zwangen Ölkrisen den Westen zu Reaktionen. Heute erscheinen sie aktueller denn je. Ein Gastbeitrag.
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Im Herbst 1973 erlebte die Bundesrepublik ihre bislang größte Energiekrise. Im Unterschied zu heute reagierte das Land auf die drastische Erhöhung des Preises für Rohöl durch die OPEC-Staaten prompt und ging in den Energiesparmodus. Um den Verbrauch an Benzin und Diesel zu senken, führte die sozialliberale Bundesregierung ein rigoroses Tempolimit von 100 Kilometern in der Stunde ein. In den Bundesbehörden wurde die Raumtemperatur auf maximal 20 Grad gesenkt, Politiker und der Mieterbund empfahlen Ähnliches den Bürgern.

Viele Städte versanken nachts im Dunkel. Die Straßenbeleuchtung erlosch, die vorweihnachtlichen Lichter wurden abgeschaltet, Gebäude nicht mehr angestrahlt. Wirtschaftsverbände drangen in Absprache mit der Regierung darauf, Schaufensterbeleuchtung und Werbung abends auszuschalten. Auch der DFB stand nicht hintenan. Abendliche Spiele mit Flutlicht auszutragen sollte nicht mehr sein. Die Bundesligapartien begannen um 14.30 Uhr. Selbst der ADAC verzichtete auf Motorsportveranstaltungen und versorgte seine Mitglieder mit Tipps zum sparsamen Fahren.

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