FAZ plus ArtikelUmweltschutz und Klimapolitik

Kritik der Politischen Ökonomie der Natur

Von Reinhard Loske
16.01.2021
, 08:26
Eine Spur der Verwüstung: Abholzung im brasilianischen Bundesstaat Amazonas.
„Für Geld tun die Leute alles – sogar das Gute.“ Mit dieser Logik können bestenfalls notwendige Veränderungsprozesse in die Wege geleitet werden. Hinreichend sind sie nicht. Ein Gastbeitrag.
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Der Volksmund meint zu wissen: „Was nichts kostet, ist nichts wert.“ Glaubt man Zitatforschern, so soll dieses Sprichwort schon Mitte des 19. Jahrhunderts im württembergischen Landtag aufgetaucht sein. Freilich darf auch die gegenteilige Volksweisheit mit viel Zuspruch rechnen, nämlich diejenige, dass man sich die wirklich wichtigen Dinge des Lebens nicht für Geld kaufen kann, weil sie einen unverfügbaren Eigenwert besitzen. Es war Albert Einstein, der 1946 knapp formulierte: „Die besten Dinge sind nicht die, die man für Geld bekommt.“

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Hier ist offenbar ein Spannungsfeld zwischen ökonomischem Alltagspragmatismus und fundamentalen Überzeugungen markiert, das sich kaum zu einer Seite hin auflösen lässt: Wer ökonomische Realitäten vernachlässige, der schüre Illusionen, heißt es in die eine Richtung. Umgekehrt trifft vor allem die Ökonomen der Vorwurf, sie würden den Preis von allem, aber den Wert von nichts kennen.

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