Eine Glosse

Bis das Gras wieder wächst

EIN KOMMENTAR Von Berthold Kohler
20.12.2011
, 17:17
Gedanken rund um den Weihnachtsmann, mit Formulierungshilfen aus einer Parallelwelt.

In diesen Tagen greift wieder der Glaube an den Weihnachtsmann um sich. Das gilt offenbar besonders für Personen, die einmal einen Urlaub in einer Ferienanlage verbracht haben. Wo soll da die Sünde sein? Wozu hat man denn vermögende Freunde? Bloß zum Skatspielen und für ein Tischfußballturnier im Keller? Und muss man denn wirklich über jeden Freundschaftsdienst reden?

Doch nicht über eine Überbrückungshilfe von einer halben Million, geschweige denn läppische 42.000 Euro. Schon gar nicht, wenn es darum geht, ein Buch mit dem prophetischen Titel „Besser die Wahrheit“ an den Bürger zu bringen. Unter der Missgunst, die sich an solchen Lappalien festbeißt, kann man nur physisch leiden.

Wer zur Elite eines Landes gehört, muss schließlich ein Vorbild sein. Das wird man ganz klar erkennen können, wenn sich der aufgewirbelte Staub gelegt hat. Bis das Gras wieder wächst, dauert es ja noch ein bisschen. Bis dahin muss man eben verantworten, was man getan hat. Man darf sich doch nicht in eine abgehobene Parallelwelt verabschieden!

Quelle: F.AZ.
Autorenporträt / Kohler, Berthold
Berthold Kohler
Herausgeber.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot