FAZ plus ArtikelCorona und die EU

Aufbruch in ein neues Europa

Von Sandra Eckert
Aktualisiert am 13.07.2020
 - 15:06
26. März: Ein Paar umarmt sich an der deutsch-schweizerischen Grenze zwischen Konstanz und Kreuzlingen. Das Paar ist durch einen Grenzzaun getrennt und kann sich nur so umarmen und treffen.
Die Pandemie hat in der EU wieder zu Grenzschließungen geführt. Doch langfristig könnte sich die Begeisterung für das europäische Projekt neu beleben. Ein Gastbeitrag.

Das neue Jahrtausend hielt für Europa bis dato jede Menge neuer Herausforderungen parat: die Wirtschafts- und Finanzkrise ab 2007, die Flüchtlingskrise seit 2015, außerdem eine anhaltende Gefährdung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in einigen Mitgliedstaaten, 2016 den Brexit, und nun eine Pandemie, die im ersten Quartal von 2020 ihren Höhepunkt in Europa erreichte. Die Krisenrhetorik wurde einmal mehr bemüht. Wieder war vom Schicksalsmoment für Europa die Rede, der über Scheitern oder Fortgang des einzigartigen Projekts entscheide.

Aus meiner Sicht wird die Krisenrhetorik überstrapaziert, zumindest dann, wenn es um das europäische Projekt geht. Ich will nicht in Abrede stellen, dass Covid-19 zunächst eine sanitäre und nun eine massive ökonomische Krise herbeigeführt hat.

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Die Autorin lehrt Politikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Quelle: F.A.Z.
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