Flüchtlingskrise

Sechs Kinder bei Überfahrt nach Griechenland ertrunken

08.12.2015
, 15:39
Die Flüchtlinge versuchen oft auch mit nicht unbedingt seetüchtigen Schlauchbooten die Überfahrt über die Ägäis.
Weil ihr Schlauchboot kenterte, sind sechs afghanische Flüchtlingskinder in der Ägäis ertrunken, darunter ein Säugling. Seit Jahresbeginn sind bereits mehr als 500 Menschen bei der gefährlichen Überfahrt ums Leben gekommen – die meisten von ihnen waren Kinder.
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Sechs afghanische Kinder sind bei der Überfahrt in einem Flüchtlingsboot von der Türkei nach Griechenland ertrunken. Die Leichen der Kinder, darunter ein Baby, wurden am Dienstag an der Küste der Provinz Izmir im Westen der Türkei gefunden, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Die Flüchtlinge waren in der Nacht von der Region Cesme zur griechischen Insel Chios in einem Schlauchboot gestartet, das später bei starkem Wind und hohen Wellen unterging.

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Die türkische Küstenwache konnte acht Flüchtlinge retten, wie die Nachrichtenagentur Dogan meldete. Sie trugen alle Schwimmwesten. Zwei weitere Flüchtlinge wurden noch vermisst. Bereits am Montag war darüber hinaus die Leiche eines fünfjährigen Mädchens an der Küste von Cesme angeschwemmt worden, wie Dogan weiter berichtete.

Im September hatte das Bild des ertrunkenen, drei Jahre alten Jungen Aylan Kurdi weltweit Bestürzung ausgelöst. Aylan, sein fünf Jahre alter Bruder Galip und ihre 27 Jahre alte Mutter Rihana waren im Mittelmeer ertrunken, als die syrische Familie aus der Türkei in das EU-Land Griechenland flüchten wollte. Als Symbol der Flüchtlingskrise in Europa ging das Bild von der an der türkischen Küste angeschwemmten Leiche Aylans um die Welt.

Kobane
Beisetzung des ertrunkenen Flüchtlingsjungen
© dpa, reuters

Seit Jahresbeginn sind laut UN mehr als 650.000 Flüchtlinge über das Mittelmeer von der Türkei aus Richtung EU geflüchtet. In dem Zeitraum kamen mehr als 500 von ihnen, darunter überwiegend Kinder, bei der gefährlichen Überfahrt ums Leben.

Die Türkei hat sich im Rahmen einer mit der EU getroffenen Vereinbarung dazu verpflichtet, Schlepper-Organisationen stärker zu bekämpfen, die oft zu viele Flüchtlinge auf alten, wackeligen Booten und ohne genügend Schwimmwesten aufs Meer schicken.

Quelle: AFP
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