Friedensnobelpreis: Reaktionen

„Entschlossene Verteidigerin der afrikanischen Umwelt“

08.10.2004
, 18:13
Kenias Präsident Kibaki lobt Maathai
Reaktionen auf den Friedensnobelpreis für Wangari Maathai: Kenias Präsident Kibaki spricht von ihrer wichtigen Rolle bei der Demokratisierung seines Landes und auch Bundeskanzler Schröder lobt ihr Engagement.
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Als erste Afrikanerin wird die Umweltschützerin Wangari Maathai mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sein Land und ganz Afrika seien stolz auf Maathai, sagte Kenias Präsident Kwai Kibaki. Der Friedensnobelpreis sei eine Anerkennung der wichtigen Rolle, die Maathai bei der Demokratisierung Kenias gespielt habe. Der Sprecher des UN-Umweltprogramms (UNEP), Eric Falt, nannte Maathai eine der „entschlossensten Verteidigerinnen der Umwelt in Afrika“.

Glückwünsche kamen auch aus Deutschland. „Durch Ihren Einsatz für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, für Demokratie, Menschen- und Frauenrechte in Afrika haben Sie über die Grenzen Ihres Landes und des afrikanischen Kontinents hinaus Zeichen gesetzt“, schrieb Bundeskanzler Gerhard Schröder an Maathai. Bundespräsident Horst Köhler sagte, mit dem Preis erhalte Maathai die verdiente Anerkennung für ihr jahrzehntelanges Engagement für den Umweltschutz und die Menschenrechte. Das Recht, in einer gesunden Umwelt zu leben, sei wohl eines der grundlegendsten Menschenrechte überhaupt.

„Ich habe gezittert und geweint“

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Auch Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) würdigte die Leistungen Maathais. Das Nobelpreiskomitee vergebe die Auszeichnung an eine Persönlichkeit, die durch ihr zweifaches Engagement für Umwelt und Demokratie die Voraussetzungen für Frieden im 21. Jahrhundert entscheidend verbessert habe, schrieb Trittin. Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) sagte, Maathai habe ihre Überzeugungen auch unter schwierigsten Bedingungen vertreten. Mit der Umweltschützerin werde zugleich die „sehr aktive und engagierte Zivilgesellschaft in Afrika“ ausgezeichnet.

Zur Feier des Tages pflanzt Maathei einen Baum
Zur Feier des Tages pflanzt Maathei einen Baum Bild: REUTERS

Die Umweltschützerin selbst feierte die Auszeichnung auf ihre eigene Weise: Sie pflanzte einen Baum in ihrem Heimatort Nyeri. Als der Telefonanruf sie erreichte, hielt sich Maathai in der Nähe des Mount Kenia auf. Für den Schutz des höchsten kenianischen Berges kämpft sie seit langem. „Ich habe gezittert, geweint und auf den Berg geblickt“, sagte Maathai. „Dieser Berg inspiriert mich seit Jahren.“

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Das Nobel-Komitee in Oslo begründete seine Entscheidung mit Maathais Einsatz als Leiterin des „Green Belt Movements“, das sich die Aufforstung in Afrika zum Anliegen gemacht hat. Die Bewegung pflanzte bislang mehr als 30 Millionen Bäume und wird unter anderem von der Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP, AP, Reuters
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