FAZ plus ArtikelReichstagsgebäude in Berlin

Ein im Sturm erprobtes Symbol

Von Frank Pergande, Berlin
05.09.2020
, 19:01
Immer wieder wird versucht, das Reichstagsgebäude als politische Bühne zu nutzen. Manchmal mehr als tausend Kilometer von Berlin entfernt.

Am Reichstagsgebäude in Berlin atmet alles Symbolik. Um die ging es auch den etwa dreihundert Demonstranten, die am Samstagnachmittag vor einer Woche die Treppe an der Westfront hinaufstürmten. Es dauerte nur ein paar Minuten, bis die Polizei dem Spuk eine Ende machte. Aber die Bilder waren entstanden, und auf die kam es den Demonstranten an: die jubelnd-stürmenden Menschen, das Fahnenschwenken und darüber die Reichstagsinschrift „Dem deutschen Volke“.

Aber weder das Gebäude noch die Demokratie, die es symbolisiert, waren ernsthaft gefährdet. Hätten die Demonstranten es tatsächlich bis ins Gebäude geschafft, hätten sie sich nicht nur einer herausfahrbaren Panzerglaswand gegenübergesehen, sondern auch der hauseigenen Polizei. Draußen ist die Berliner Landespolizei zuständig, drinnen die zweihundert Mann der Bundestagspolizei.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Pergande, Frank
Frank Pergande
Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
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