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FAZ plus ArtikelLuftkrieg gegen Dresden

Der Beginn eines Infernos

Von Stefan Locke, Dresden
Aktualisiert am 13.02.2020
 - 09:49
Großflächig zerstört: Dresden auf einer undatierten Aufnahme nach den Angriffen vom 13. und 14. Februar 1945 zur Bildergalerie
Vor 75 Jahren begannen die Luftangriffe auf Dresden, die zu einem Symbol des Bombenkriegs gegen deutsche Städte wurden. Das Gedenken daran wird seit Kriegsende politisch instrumentalisiert – nun auch durch die AfD.

Die Bombardierung Dresdens jährt sich an diesem Donnerstag zum 75. Mal. Und wieder wird dieses Kriegsverbrechen politisch instrumentalisiert, werden die Totenzahlen angezweifelt und monströs überhöht. Das geschah durch Tino Chrupalla, den Bundesvorsitzenden der AfD, deren Thüringer Chef Björn Höcke vor nicht allzu langer Zeit just in Dresden „eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ und ein Ende der „dämlichen Bewältigungspolitik“ gefordert hatte.

Dem „Spiegel“ sagte Chrupalla nun, dass er die von den damaligen Behörden ermittelte und von Wissenschaftlern überprüfte Zahl von rund 25.000 Opfern der Luftangriffe für falsch halte. „Ich gehe von 100.000 Opfern aus“, sagte der AfD-Politiker. Seine Beweise: Das Rote Kreuz habe damals von 275.000 Toten berichtet. Und: „Meine Oma, mein Vater und andere Zeitzeugen haben mir von vollen Straßen vor dem Angriff und Leichenbergen nach der Bombennacht berichtet.“ Das Gedenken an die Zerstörung der Stadt müsse deshalb größer ausfallen, forderte er.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Locke, Stefan
Stefan Locke
Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.
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