<iframe title="GTM" src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
FAZ plus ArtikelHandelskrieg mit China

Der imperiale Präsident

Von Majid Sattar
 - 19:40

Kommunikationsdisziplin war nie die Stärke Donald Trumps. Am Sonntag hat er seine Botschaft im Handelskrieg mit China gleich mehrfach geändert. Doch ganz gleich, ob der amerikanische Präsident nun nicht mehr vollkommen überzeugt ist, dass seine Drohung wirklich weise war, den heimischen Unternehmen den Handel mit der Volksrepublik zu untersagen, oder ob er nur Reue darüber empfindet, die Strafzölle nicht noch höher festgesetzt zu haben – die ultimative Verunsicherung ist da: Kann Trump Richard Nixons berühmte Öffnung nach China mit einer Anordnung zurücknehmen?

Seinen „Hiermit-ordne-ich-an“-Tweet vom Freitag, in dem er amerikanische Unternehmen anwies, nach Alternativen zu China zu schauen, unterlegte Trump später selbst mit einer Rechtsgrundlage. Was die falschen Behauptungen anbelange, er habe keine Ahnung über die Rechtsgrundlagen der präsidentiellen Macht, antwortete Trump seinen Kritikern, sie sollten „doch mal in den ,Emergency Economic Powers Act’ von 1977“ schauen. „ Der Fall ist abgeschlossen!“ Auch wenn die wirtschaftspolitischen Möglichkeiten des Präsidenten im amerikanischen Notstandsrecht sehr weit reichen, ganz so einfach wie Trump suggeriert, ist der Fall nicht.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

FAZ.NET komplett

: Neu

F.A.Z. Woche digital

F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Sattar, Majid (sat.)
Majid Sattar
Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenChinaDonald TrumpHandelskriegRichard NixonUSAFord MotorErster Weltkrieg