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FAZ plus ArtikelWerbeverbot für Abtreibung

Deutungskampf ums Leben

Von Kim Björn Becker
 - 06:33
Abtreibungsgegner bei der Demonstration „Marsch für das Leben“ in Berlin

Das meiste auf dem weiß lackierten Holztisch ist kostenlos, die Prospekte natürlich, auch die Postkarten. Nur die Föten kosten extra. Einen Euro verlangen sie für die kleine Kunststofffigur eines zusammengekauerten Kindes im Mutterleib, eingeschweißt in durchsichtige Folie. Auf einem beiliegenden Papierzettel steht: „Die ersten zwölf Wochen“. Bis zu diesem Zeitpunkt, also zwölf Wochen nach der Empfängnis, ist es in Deutschland nach geltender Rechtslage für jede Frau möglich, nach einem Beratungsgespräch die Schwangerschaft von einem Arzt beenden zu lassen. Oder wie man an diesem Tag in Kassel eher sagen würde: das Kind zu töten.

Es ist ein Deutungskampf, der zwischen Gegnern und Befürwortern von Abtreibungen tobt. Der Plastikfötus soll verdeutlichen, für welche Haltung die Menschen hier eintreten: dass bei einer Abtreibung nicht bloß Zellen abgesaugt werden, nicht nur Gewebe entfernt wird, sondern dass da ein Mensch stirbt. Der Abbruch nicht als ein Akt der Hilfe, sondern der Grausamkeit – so sehen es fast alle hier im Raum.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Becker, Kim Björn
Kim Björn Becker
Redakteur in der Politik.
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