FAZ plus ArtikelAfD am Wendepunkt?

Meuthen will sich von den „Irren“ trennen

EIN KOMMENTAR Von Markus Wehner, Berlin
06.01.2021
, 10:48
Der AfD-Bundesvorsitzende will die Partei auf einen neuen Kurs bringen. Er fordert Disziplin und klare Hierarchien, um eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz zu vermeiden. Aber dafür ist es wohl zu spät.

Für Populisten aller Couleur war 2020, anders als oft wahrgenommen, kein gutes Jahr. Das hat in Deutschland die AfD zu spüren bekommen. Seit Monaten kommt sie in den Umfragen nicht über zehn Prozent hinaus, hat damit im Vergleich zur letzten Bundestagswahl rund dreißig Prozent ihrer Wähler verloren. Ihr Versuch, aus der Gegnerschaft zu den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung Honig zu saugen, ist ein Fehlschlag. Denn ein großer Teil der AfD-Anhänger teilt die Linie der Bundesregierung.

Das Lager von Corona-Leugnern und Anhängern von Verschwörungsgespinsten speist sich wiederum nicht nur aus Wählern des rechtspopulistischen Spektrums, sondern in hohem Maß auch aus Anhängern der Grünen und der Linken. Der AfD wird es kaum gelingen, im Wahljahr daraus ein Siegerthema zu machen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Wehner, Markus
Markus Wehner
Politischer Korrespondent in Berlin.
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