<iframe title="GTM" src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
Äußerungen zum Islam

Gauland: Alle AfD-Abgeordneten denken wie Glaser

Von Markus Wehner, Berlin
Aktualisiert am 14.03.2018
 - 18:17
Der AfD-Abgeordnete Albrecht Glaser während der konstituierenden Sitzung des 19. Deutschen Bundestages
In drei Wahlgängen war der islamfeindliche AfD- Kandidat Albrecht Glaser für das Amt des Vizepräsidenten gescheitert. Einen neuen Kandidaten der Partei wird es nicht geben. Der Parteichef hat dafür eine einfache Erklärung.

Die AfD-Fraktion im Bundestag wird keinen weiteren Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten aufstellen. Das sagte der Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland am Mittwoch am Rande der Wahl von Bundeskanzlerin Angela Merkel dem Fernsehsender Phoenix. Für das Amt eines der Stellvertreter von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) steht der AfD-Fraktion ein Platz zu. Sie hatte ihren Abgeordneten Albrecht Glaser aufgestellt, doch bei der Wahl im Oktober war er in drei Wahlgängen klar gescheitert.

Danach hatte der Ältestenrat des Bundestags entschieden, dass Glaser kein weiteres Mal kandidieren könne, weil er keine Aussicht auf eine Mehrheit habe. Der Grund für die weitgehende Ablehnung Glasers durch die anderen Fraktionen waren seine Aussagen zum Islam. Glaser hatte in einer Rede den Islam als eine politische Ideologie bezeichnet, die selbst das Grundrecht auf Religionsfreiheit nicht kenne. Deshalb müsse man ihm „das Grundrecht entziehen“. Gauland sagte nun: „Wir sehen uns nicht in der Lage, einen anderen Kandidaten vorzuschlagen.“

Der Grund dafür sei, dass die anderen Abgeordneten der AfD keine andere Meinung über den Islam hätten als Glaser. Anders als Gauland behauptet, hatten verschiedene AfD-Politiker sich differenzierter als Glaser geäußert, etwa zwischen einem politischen und einem individuell gelebten Islam unterschieden. Gauland hatte schon früher klargemacht, dass er die Ablehnung des Kandidaten als hilfreich für die AfD ansieht, weil „die Leute da draußen“ die gleiche Sicht wie Glaser hätten.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Wehner, Markus
Markus Wehner
Politischer Korrespondent in Berlin.
Twitter
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.