FAZ plus ArtikelLaschet in Not

Warten auf die Wende

EIN KOMMENTAR Von Jasper von Altenbockum
21.09.2021
, 06:54
Armin Laschet nach der Präsidiumssitzung der CDU am Montag in Berlin
Die launige Stimmungsdemokratie tut Laschet nicht den Gefallen einer „Wende“ durch die Medien. Auf die konnte sich die CDU noch nie verlassen. Aber das war und ist nicht die Schwäche der Union, sondern ihre Stärke.
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Vor Wochen noch galten die SPD-Wahlplakate als krasser Fehlgriff; jetzt werden sie als genialer Schachzug verkauft. Vor Wochen galt Olaf Scholz noch als ungeliebter Verlegenheitskandidat; jetzt wird er als Vollprofi bewundert. Vor Wochen wurde die SPD noch als links gekentertes Wrack belächelt; jetzt wird sie ernsthaft als Partei gesehen, die an die Tage Helmut Schmidts anknüpft.

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Die Reihe ließe sich fortsetzen, um zu zeigen, dass die Kanzlerkandidaten und ihre Parteien, nicht nur die SPD, zum Spielball von Stimmungen geworden sind, die sie selbst kaum fassen können. Die SPD und Scholz unterscheiden sich nur insofern von den anderen, dass sie allzu gerne glauben, sie selbst hätten diese Stimmung geschaffen. Die „Trielle“ nehmen sie dafür als letzten Beweis.

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