FAZ plus ArtikelZukunft der Impfzentren

Der Preis des Impfens

Von Heike Schmoll, Berlin
02.05.2021
, 17:24
Während manche Bundesländer das Ende der Impfzentren planen, setzt Berlin weiter auf sie – und lässt sich das fast 250 Millionen Euro kosten. In Franken sorgt die Bezahlung der Ärzte in Impfzentren für Ärger.

„So viele gut gelaunte Berliner auf einen Schlag habe ich noch nie gesehen“, berichtet ein Impfling nach seiner Rückkehr aus einem der sechs Impfzentren der Hauptstadt. Viele Ärzte reißen sich um die Dienste in den Impfzentren, weil die „Stimmung so gut ist und man gerne hingeht“, wie eine Ärztin berichtet, und nebenbei auch noch die Bezahlung stimmt. Anfangs war auch eine baldige Impfung ein Anreiz für die Ärzte, Impfdienste zu übernehmen.

Jeder Arzt bekommt 120 Euro pro Stunde, kommt er mit einer Arzthelferin, sind es noch 60 Euro pro Stunde mehr. 120 Euro bezahlen auch Hessen, Hamburg und Brandenburg, Baden-Württemberg und Bayern 130, Rheinland-Pfalz 140, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen 150 und Thüringen und Sachsen 175 Euro. Die Kassenärztlichen Vereinigungen der jeweiligen Länder haben die Organisation übernommen und auch die Stundensätze für die Ärzte vorgeschlagen, weil sie einen angemessenen Ersatz für Praxisschließungen bekommen sollten.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Schmoll, Heike
Heike Schmoll
Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.
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