Booster für 12- bis 17-Jährige

Eltern erhalten Gewissheit

EIN KOMMENTAR Von Nikolas Busse
14.01.2022
, 06:18
Booster-Impfung in Dresden
Die Frage, ob die Kinder eine Auffrischimpfung brauchen, treibt viele Familien um. Die Empfehlung der STIKO macht die Entscheidung leichter.
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Die Frage, ob man seine Kinder impfen lässt, beschäftigt seit Monaten auch Familien, die kein grundsätzliches Problem in Impfungen gegen das Coronavirus sehen. Kinder und Jugendliche haben nun einmal ein sehr geringes Risiko, schwer zu erkranken.

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Viel mehr als bei anderen Altersgruppen hat das Impfen hier eine solidarische und soziale Komponente: Es dient primär dem Schutz der Allgemeinheit, nicht zuletzt dem der Eltern und Großeltern, und es ermöglicht soziale Teilhabe.

Trotzdem hat die STIKO nun festgestellt, dass angesichts der Omikron-Welle Auffrischimpfungen auch im Alter von 12 bis 17 Jahren ratsam sind. Das dürfte die unübersichtliche Lage in den Arztpraxen und Impfzentren beenden, wo Jugendliche am einen Ort geboostert wurden, am anderen nicht.

Die Politik hat oft keine Geduld mit der langsamen Arbeitsweise der Kommission, und auch jetzt hat das ehrenamtlich arbeitende Gremium wieder eine Weile gebraucht, um zu einer Einschätzung zu gelangen. Soweit es dafür organisatorische Gründe gibt, müsste die Politik sie beheben.

Es gibt aber einen Unterschied zwischen der Zulassung durch die EMA, in der es vor allem um die Wirksamkeit geht, und den Empfehlungen der STIKO. Sie sind eine Aussage darüber, ob eine Impfung nach Stand der Dinge auch sinnvoll ist, für die Impflinge wie für die Bevölkerung insgesamt. Für alle Eltern, die darauf gewartet haben, liegt diese Information nun vor.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Busse, Nikolas
Nikolas Busse
Verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.
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