FAZ plus ArtikelBoris Palmer und seine Partei

Der grüne Querkopf

Von Rüdiger Soldt, Stuttgart
09.05.2020
, 11:55
Boris Palmer im März 2019 in Tübingen
Boris Palmer hat schon oft provoziert. Doch diesmal ist es seiner Partei zu viel. War es das jetzt mit dem Sonnenkönig aus Tübingen?
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Wer in Baden-Württemberg Oberbürgermeister ist, hat mehr politische Freiheiten als jeder Bundesminister. Oberbürgermeister sind für acht Jahre direkt vom Volk gewählt, sie sind Vorsitzender des Gemeinderats und Chef der Verwaltung, können nicht zurücktreten, können nicht vom Volk abgewählt werden und sind nur bedingt abhängig von Mehrheiten im Gemeinderat. Kurz: Sie sind kleine Sonnenkönige.

Boris Palmer ist seit 2007 Oberbürgermeister von Tübingen. Wahrscheinlich ist er sogar der bekannteste deutsche Kommunalpolitiker überhaupt. Kaum eine nationale politische Debatte wird geführt, ohne dass es einen Gastbeitrag, ein Essay oder ein Fernsehinterview Palmers gibt. Verkehr, Stuttgart 21, Konjunkturpakete, Flüchtlinge, Wohnungsbau, Identitätspolitik und jetzt der Seuchenschutz der Bundesregierung in der Corona-Krise – bei jedem Thema redet Palmer mit. Nur Walter Jens nahm sonst eine solche Präzeptoren-Rolle ein in Tübingen, dieser schwäbischen Provinzstadt mit einem deutlichen Überangebot intellektueller Rebellen.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Soldt, Rüdiger
Rüdiger Soldt
Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.
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