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FAZ plus ArtikelKriminalität in NRW

Tür an Tür mit den Clans

Von Reiner Burger, Düsseldorf
 - 06:44

Als CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Sommer ihren Koalitionsvertrag schlossen, vereinbarten sie im Kapitel „Innere Sicherheit“ eine „Null-Toleranz-Strategie“ gegen jede Form von organisierter Kriminalität. Stärker als bisher im Fokus sollen neben Rockern und anderen Banden auch kriminelle Familienclans stehen. „Illegale Geldquellen krimineller Clans (...) wollen wir durch wirksame Kontrollmaßnahmen unter Einbindung von Zoll und Finanzermittlern aufdecken und austrocknen“, heißt es im Koalitionsvertrag. Seit einigen Jahren treiben wie in Berlin, Bremen und einigen niedersächsischen Kommunen auch in mehreren Ruhrgebietsstädten kurdisch-, türkisch- und arabischstämmige Großfamilien ihr Unwesen. Viele dieser Clans planen ihr Leben mit Sozialhilfe, zudem bieten Rauschgifthandel, Erpressung, Diebstahl und Raubüberfälle unerschöpfliche Geldquellen.

Erste konkrete neue Maßnahmen ergreift nun der nordrhein-westfälische Justizminister Peter Biesenbach (CDU). Er will in Kürze Staatsanwälte einsetzen, die sich ausschließlich mit kriminellen Großfamilien befassen. Die ersten beiden Staatsanwälte des Projekts „Tür an Tür mit den Clans“ sollen im Duisburger Norden tätig werden. „Allein in Duisburg werden 2.800 Personen kriminellen Clans zugerechnet“, sagt Biesenbach im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Zahl zeige die Größe des Problems. „Darauf muss der Staat deutlich reagieren und zeigen, dass er Parallelgesellschaften nicht duldet.“ Es gehe darum, künftig schneller und effizienter gegen kriminelle Entwicklungen einschreiten zu können.

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Quelle: F.A.Z.
Reiner Burger
Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.
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